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So geht es weiter ...

Ein eigener Bogen ...

Wenn Sie einen Einführungskurs absolvieren, werden Sie nach dessen Ende wahrscheinlich schon wissen, ob Sie mit einem Visierrecurve oder mit einem traditionellen Bogen (Langbogen, Jagdrecurve oder primitive bow) weiterschießen wollen. Da ein Bogen ein hochindividuelles Sportgerät ist, sollten Sie sich so bald wie möglich einen eigenen, auf Sie zugeschnittenen anschaffen. Wir empfehlen, zunächst einen Bogen zu mieten. Das ist auch dann besser, wenn Sie sich noch nicht ganz sicher sind, in welche Richtung Sie gehen wollen. Außerdem kann man für Bögen und Pfeile ziemlich viel Geld ausgeben, was aber gerade am Anfang noch nicht sinnvoll ist. Im Klartext: In den ersten Monaten hat man genug an sich selbst zu arbeiten, ist man selbst die größere Fehlerquelle - nicht das Material. Das wirkt sich erst später aus, und wenn man dann soweit ist und seinen Bogen richtig gut handhabt, dann gibt es nichts Schöneres, als die Steigerung zu spüren, die man durch das Material erreicht.

Die beiden Gruppen ...

Für Visierrecurver wie für Traddis geht es nach dem Beitritt im Grunde genommen genau gleich weiter. Die einen finden Unterschlupf in der Traddigruppe und werden von deren Trainer betreut - die anderen bei den Recurvern. Man sieht sich sowieso ständig, steht nebeneinander an der Schützenlinie, sitzt am selben Lagerfeuer ... der Kontakt ist eng. Wer schon länger schießt und ein erfahrener Schütze / eine erfahrene Schützin ist, bevor er/sie in den Verein kommt (und also nicht aus einem unserer Einführungskurse kommt), braucht sich natürlich nicht an die Trainer wenden - allen anderen empfehlen wir es aber schon.

Was man erreichen kann ...

Die erste Zeit sollte man sich ganz auf das Schießen, auf die Technik konzentrieren. Nach etwa einem halben Jahr kann man sich dann auf die ersten Turniere wagen (natürlich geht das auch früher ... wenn man besonders frustresistent oder wagemutig ist). Für Visierrecurveschützen geht der Weg über die Vereinsmeisterschaft zur Kreismeisterschaft, zur Landesmeisterschaft, zur Deutschen Meisterschaft ... zur Olympiade. Äh, ja, man sollte sich darüber im Klaren sein, daß man es zur Olympiade nur schafft, wenn man früh genug (d. h., als Kind) mit dem Schießen anfängt. Ansonsten gibt es aber auch genug zu gewinnen. Visierschützen können auch bei vielen der 3-D- und Feld-/Wald-Turniere mitmachen, die auch die traditionellen Schützen besuchen.

Traditionelle Schützen werden zunächst die unterschiedlichen Turniere in der unmittelbaren Umgebung besuchen - zunächst rein zur Übung, und später gibt es dann eine vergleichbare Staffelung: Die Landesmeisterschaft qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft ... allerdings wird Feld/Wald/3-D nicht auf der Olympiade geschossen.

Was sonst im Verein passiert ...

Sie werden schon beim Einführungskurs gemerkt haben, daß sich hier alles duzt - im Verein selbst ist das natürlich dasselbe. Das Abteilungsgelände in der Pichelswerder Straße kannst Du also (mit einigen Einschränkungen) zeitlich fast unbeschränkt nutzten. Zu bestimmten Zeiten sind andere auf dem Platz - dann geht eigentlich gar nix - und sonst muß auf die Trainingsgruppen und Einführungskurse Rücksicht genommen werden (allerdings gegenseitig!).

Im Winter schießen wir in der Halle, im Sommer auf dem Platz. Dafür muß jedesmal das Material hin- und her transportiert werden. Außerdem wird bei diesen Aktionen immer einiges repariert. Gewöhnlich schließen wir einen solchen Tag dann am Lagerfeuer, am Grill ab ...

Im Frühjahr veranstalten wir zunächst unser Streuselkuchenturnier. Ja, da gibt´s Streuselkuchen zu essen. Das Turnier selbst stellt die Schützinnen und Schützen vor unterschiedliche Schwierigkeiten - wir sorgen für seltsame Ziele, jeweils zu einem Thema.
Im Herbst verabschieden wir uns mit einem Fackelschießen vom Platz. Da werden die Ziele also mit Fackeln beleuchtet, die Pfeile mit Knicklichtern markiert ... enorm schön, und außerdem eine ganz eigene Herausforderung.

Je nach Bedarf veranstalten wir Vereinsmeisterschaften. Die brauchen in erster Linie die FITAnesen, die Visierrecurveschützen. Die unterschiedlichen Turniere im näheren und weiteren Umkreis besuchen wir ebenfalls gemeinsam. Auf der Homepage und im Forum findest Du die laufenden Informationen; im (vereinsinternen) Forum werden dann die Fahrgemeinschaften etc. organisiert.

Hinzu kommen noch unterschiedliche andere Aktionen, die Du nach und nach alle kennenlernen wirst. Zum Beispiel schließen wir häufig genug die Abende mit einem Lagerfeuer und am Grill ab ... wie es sich ergibt, und wie das Wetter grade ist.

Nach der Kür die Pflicht ...

Das ist das Ziel des Bogenschießens: Das Zielmaterial gezielt kaputt zu machen ... tja, und deshalb müssen wir es auch immer wieder reparieren. Alle, die darauf schießen. Dafür gibt es einerseits die Arbeitsstundenregelung und die beiden großen Arbeitseinsätze im Frühjahr und im Herbst zum Platz- bzw. Hallenumzug ... Andererseits gehen die Sachen nicht nur zu diesen Zeitpunkten kaputt, ist auch sonst immer wieder was zu tun ... kriegen wir nicht gemacht, müssen wir selbst erledigen. Somit gibt es also laufend Möglichkeiten, seine Arbeitsstunden abzuleisten. Du wirst aber schon beim ersten Mal merken, daß diese Basteleien einfach Spaß machen. Dafür sorgen wir schon, im wohlverstandenen Eigeninteresse.

Wir reparieren viel, wir basteln herum und versuchen, unser Material laufend zu verbessern - sichtbar z. B. an den unterschiedlichen Scheibenständern - und das muß auch sein, weil wir nicht laufend neu kaufen können. Der Jahresbeitrag erscheint sicher erst einmal hoch - obwohl es nur etwa 12 Euro im Monat sind, bei freier Platz- und Materialbenutzung und kostenfreiem weiteren Training - aber davon bleibt gar nicht so viel in der Vereinskasse. Etwa die Hälfte geht als Beiträge an den Gesamtverein und an den Schützenverband (DSB bzw. DBSV) - letzteres unabdingbar, denn da hängt die Versicherung dran. Also sind wir auch immer wieder am Basteln und Erneuern und Renovieren ... und am drauf Schießen ... und am Feiern.

Alle ins Gold -
Alle ins Kill!

Kb, 6. Februar 2010